FAQ - allgemeine Fragen zu MM-print/400

Was ist MM-print/400?

Das Produkt MM-print/400 erlaubt die Umwandlung einer SCS-Spooldatei oder einer Datenbank in ein komplexes elektronische Dokumente. Diese Dokumente stehen dann als PCL und/oder AFPDS Spooldatei und/oder wahlweise als PDF und/oder TIF-Dateien zur Verfügung.

Zusätzlich enthält MM-print/400 Werkzeuge, um Overlays (elektronische Formulare) und Page Segmente (Bildobjekte) zu erzeugen. Alle diese Design-Funktionen werden in einem auf Windows basierenden Programm durchgeführt und verfügen über ein grafisches Benutzerinterface.

Was ist die „MM-print/400 Light Version“?

Die Light-Version enthält nicht die Designfunktionen. Sie dient dazu, in Mehrfach-Systemumgebungen Designs, die auf einem bestimmten System erzeugt wurden, auf anderen Systemen lauffähig zu machen.

Die Light Version wird auch dort angeboten, wo der Anwender selbst nur die Laufzeitumgebung ohne Design nutzen möchte. Dies hat in bestimmten Umgebungen Kostenvorteile.

Was sind die Import- und Export-Funktionen?

In Mehrfach iSeries Umgebungen, bei denen auf einem System die Design-Funktionen installiert sind, erlauben die Export- und Import-Funktionen die Verteilung der Mappings (oder Transformationen), Overlays und Pagesegmente auf die anderen Systeme. Alle Systeme, auf denen die „Full“- oder „Light“-Version installiert ist, können Objekte importieren.

Was ist ein Mapping?

Ein Mapping ist die Beschreibung für eine Umwandlung einer SCS Spooldatei oder einer DB2/400-Datenbanktabelle in ein oder mehrere Spooldateien im AFPDS- oder PCL-Format oder Dateien im PDF- oder TIF-Format. Ein Mapping beinhaltet alle Definitionen für die Umwandlung, das neue Präsentationsdesign und die Ziele der neu erzeugten Spooldatei oder PDF/TIF-Datei.

Was ist in einem Mapping definiert?

Folgende Eigenschaften sind in einem Mapping definiert:

    Eingangsdaten bzw. Filter des Mappings
    Ausgangsdaten bzw. Output-Datenströme des Mappings
    Das Präsentationsdesign der neu zu erzeugenden Dokumente

In einem Mapping werden bis zu 5 sogenannte Design-Definitionen angelegt. Jede Design-Definition kann bis zu 9 Ausgabeziele enthalten. So sind in einem Mapping bis zu 45 gleichzeitige Ausgaben in 5 verschiedenen Layouts möglich.

Das Mapping ist quasi ein Überbegriff für die Transformation eines Dokuments. Beispielsweise wird ein Mapping gebraucht, um z.B. jeweils den Lieferschein, die Rechnung oder ein Label in einem Unternehmen umzusetzen.

Was sind die Eingangsdaten von MM-print/400?

Die Eingangsdaten sind die Daten, die durch ein Mapping umzuwandeln sind. Eingangsdaten können eine Spooldatei oder eine Datenbank sein. Im Falle einer Datenbank muss die Information, die auf einer Seite gedruckt werden soll, in einem Datensatz bereit stehen. Eventuell muss also vorher die Datenbank in dieses Format gebracht werden.

Bei Spooldateien als Eingangsdaten werden regelmäßig die aus ERP-Systemen erstellten Spooldateien direkt abgegriffen und durch ein Mapping in neue Dokumente transformiert.

In gängigen Labeldruck-Anwendungen werden beispielsweise mit IBM Query und Ausgabeziel Spool oder Datenbankdatei Eingabedaten für MM-print/400 erzeugt. Diese können dann z.B. sehr gut für den Druck von Labels verwendet werden.

Über Programmierschnittstellen können auch Textformate mit Zeilendaten angeliefert werden.

Was sind die Ausgabedaten von MM-print/400?

Die Ausgabedaten werden von MM-print/400 während der Umwandlung oder auch Transformation “Runtime” nativ auf dem iSeries System (AS/400, System i) erzeugt. MM-print/400 kann AFPDS-, PCL-, PDF- oder TIF-Daten erzeugen. Zusätzlich lässt sich die Ausgabequeue oder der Verzeichnispfad definieren, auf der die Ausgabe abgelegt werden soll. Über Partnerprodukte sind weitere Ausgabeformate definierbar.

Was ist eine „Design Definition“?

Eine Design Definition definiert die Präsentation der Ausgabedokumente. Diese beinhaltet alle Informationen, die für die Erzeugung von Dokumenten notwendig sind wie neue Druckpositionen für Felder, Schriftarten, Zeichensätze (Codepage), Overlays (elektronische Formulare), Pagesegmente (Bilder) usw., gebraucht werden. Außerdem enthält eine Design Definition Informationen über das Format und die Ausgabeziele des neu zu erzeugenden Dokuments. Ein Mapping kann bis zu fünf Design Definitionen enthalten.

Was ist ein Ausgabeziel?

Die Ausgabeziele werden in den Design Definitionen definiert. Ein Ausgabeziel beschreibt eine Ausgabe einer Umwandlung in einem Format, wie z.B. eine Spooldatei in einer AFPDS Ausgabequeue oder PDF und TIFF Dateien. Bis zu neun Ausgabeziele lassen sich innerhalb einer Design Definition gleichzeitig angeben. Dabei sind beliebige Kombinationen möglich.

Da ein Mapping bis zu fünf Design Definitionen haben kann, von denen jede wiederum bis zu neun Ausgabeziele bedienen kann, ist es möglich, dass ein Mapping bis zu 45 Dokumente gleichzeitig produzieren kann!

Mit den Optionen Label-Druck, Email-Versand und der FAX-Schnittstelle sind auch Integrationen in gängige eBusiness-Anwendungen und Geschäftsprozesse möglich.

Was bedeutet „Splitting“?

Die Splitting-Funktion erlaubt es, MM-print/400 Ausgabedokumente in einzelne Seiten oder Gruppen von Seiten aufzuteilen. Zum Beispiel kann eine SCS-Spooldatei, welche 20 Seiten enthält, in 20 PDF-Dokumente aufgeteilt werden, die jeweils eine Seite enthalten. Ein gängiges alternatives Verfahren ist aber auch z.B. ein Sammelrechnungsdruck in einzelne Rechnungen pro Kunde aufzuteilen, die dann z.B. archiviert oder per Email versendet werden. Mittels dieser Funktion lassen sich Fax- oder Emaillösungen einrichten, ohne dass die vorhandenen Anwendungen geändert werden müssen.

Was bedeutet „Indexing“?

Die Indexfunktion von MM-print/400 erlaubt es, Daten und Informationen aus einer Eingangs Spooldatei zu erzeugen. Diese Informationen (oder Indizes) werden während der Transformation in einer Datenbank gespeichert. Neben den im Mapping Designdefinierten Indexfeldern werden ausserdem noch Informationen über das Eingangsformat, das Mapping, die Ausgabedokumente und die Druckseiten gespeichert. Diese Datenbanken können später zur Implementierung von Archiv- Fax- und Emaillösungen benutzt werden, die einen hohen Automatisierungsgrad und daher enorme Einsparungen zur Folge haben.

Was ist ein Overlay?

Ein Overlay oder elektronisches Formular ist ein Objekt, das ein vorgedrucktes Formular ersetzt. Das Overlay wird zusätzlich zu den Daten der Spooldatei oder der Datenbank gedruckt. Ein Overlay kann folgende Elemente enthalten: Text, Linien, Rechtecke, Barcodes und Pagesegmente. Innerhalb eines Mappings / einer Design Definition können mehrere Overlays verwendet werden. Die Anzahl ist nicht begrenzt. Zusätzlich erlaubt MM-print/400 mittels der „Floating Overlay“ Funktion die Referenzierung von Overlays anhand eines Feldwertes. Das bedeutet, dass z.B. sehr einfach Dokumente für verschiedene Firmen in einer Firmengruppe erstellt werden können. Dies alles ist in einem Mapping mit einem Design abbildbar.

Was ist ein Pagesegment?

Ein Pagesegment ist ein Objekt, dass ein zu druckendes Bild enthält. Pagesegmente sind Bestandteil eines Mappings bzw. einer Design Definition oder eines Overlays. Es können beliebig viele Pagesegmente in einem Design verwendet werden. Zusätzlich erlaubt MM-print/400 mittels der „Floating Pagesegment“ Funktion die Referenzierung von Pagesegments anhand eines Feldwertes.

Ebenfalls bereits implementiert wurden Lösungen, die anhand eines Feldwertes eine Grafik im TIF- oder PCX-Format dynamisch aus einem Verzeichnis ausliest, in ein Pagesegment umwandelt und so zur Laufzeit der Transformation dynamische Grafikinhalte auf die zu druckenden Dokumente ausgibt. In diesem Beispiel wurden CAD-Zeichnungen für Fertigungsaufträge dynamisch in die Dokumente zugesteuert.

Was ist ein Font? (Schriftart?)

In der MM-print/400 Terminologie wird ein Font durch ein Font-Zeichensatz-Objekt und einen Zeichensatz angesteuert.

MM-print/400 verwendet nur resident gespeicherte Schriften, d.h. alle Komponenten (Zeichensätze und Code Pages) müssen unter IBM i ("OS/400") auf der iSeries vorhanden sein. Dieses stellt sicher, dass alle Dokumente das gleiche Schriftbild erhalten, egal über welchen Druckertyp oder Dateityp die Ausgabe erfolgt.

MM-print/400 macht über diese Technologie ein echtes CI (corporate identity) auf allen Ausgabeformaten möglich. Dies wird garantiert!

Ein Font wird wie die Page-Segmente und Overlays zu der Gruppe der Ressourcen gezählt. Diese werden zur Laufzeit verarbeitet.

"mmp400.com" bietet die Umwandlung von TrueType- oder Type1-Schriften in das AFP-Format als Dienstleistung an.

Bereits implementiert wurden auch schon Ausgaben in den Zeichensätzen Ost-Europas (Latin 2) sowie exotischen Formaten wie Grieschisch, Kyrillisch und auch Hebräisch. Dass natürlich die Darstellung West-europäischer Sonderzeichen mit MM-print/400 spielend gelingt braucht hier eigentlich kaum noch erwähnt zu werden.

Was ist ein Zeichensatz?

Ein Zeichensatz ist der Teil einer Schriftart, der die Charakteristik einer Schriftfamilie (z.B. Helvetica), das Aussehen (Stil, Stärke und Weite) und die Schriftgröße (z.B. 10 Punkt) bestimmt.

Der Zeichensatz enthält sozusagen das “Layout” oder auch das “Design” aller verfügbaren Schriftzeichen.

Was ist eine Code Page?

Eine Code Page stellt die Verbindung zwischen einem im Computer generierten Code (SBCS - ein Byte pro Zeichen) und einem Zeichen in einem Zeichensatz her. Eine Code Page stellt eine Tabelle dar, die für jedes Zeichen eines Textes auf ein entsprechendes Zeichen eines Zeichensatzes bzw. Fonts verweist. Code Pages existieren für jede Sprache z.B. T1V10037 für USA/Canada, T1V10273 für Deutschland/Östereich oder T1V10500 für „International“.

MM-print/400 unterstützt alle Code-Pages von IBM i ("OS/400") des SBCS und ist somit voll international einsetzbar. In Referenzprojekten wurden bereits Latin 2, Kyrillisch und auch griechische Darstellung möglich gemacht.

JEDES Feld auf den auszugebenden Seiten kann in einer eigenen Code-Page definiert sein - auch von Seite zu Seite unterschiedlich. Somit sind auf einer Seite alle denkbaren Zeichensätze, Sprachengruppen und Schriftarten gleichzeitig und dynamisch wechselnd darstellbar.

Nur nebenbei - aber dennoch enorm wichtig - sei erwähnt, dass alle diese Funktionen für bestehende ERP Anwendungen möglich werden, ohne diese grundsätzlich verändern zu müssen.

FAQ’s zum Thema “INPUT”

Was ist eine SCS-Spooldatei?

Eine SCS-Spooldatei (Simple Character String) wird von einem unter OS/400 laufenden Programm generiert, wenn der Parameter “Device Type” des entsprechenden Druckers bzw. Printer-Datei auf SCS gesetzt wird. Um den Wert des Parameters „Device Type“ abzufragen, ruft man das Kommando WRKSPLF (Work with Spool Files) oder WRKOUTQ (Work with Output Queues) und wählt danach Option 8 (Attribute) der Spooldateien auf.

Kann man mehr als eine Spooldatei mit einem Mapping umwandeln?

MM-print/400 erlaubt nur die Umwandlung einer Spooldatei bzw. einer Gruppe von Spooldateien in einem Mapping. Für jede Spooldatei wird ein Mappingprozess zwecks Transformation der Spooldatei initiiert. Um mehr als eine Spooldatei in einem Prozess zu verarbeiten, kann ein kleines CL-Programm geschrieben werden, was an der Eingabe-Schnittstelle von MM-print/400 (API) andockt.

Werden IPDS Spooldateien unterstützt?

Spooldateien mit dem Wert *IPDS im Parameter „Device Type“ werden von MM-print/400 auf der Eingabeseite nicht unterstützt. Meistens ist es jedoch sehr einfach, die betroffene Anwendung auf SCS umszustellen, so dass eine Verarbeitung mit MM-print/400 möglich wird. Hierzu ist der Source der Printer-Datei anzupassen und neu umzuwandeln. Spezielle Formatierungen wie die Nutzung von Schriftarten oder Barcodes können dabei entfallen und werden statt dessen weitaus komfortabler im Mapping Design nachgezogen.

Was ist bei der Verwendung von Datenbanken zu beachten?

Das Datenbanklayout muss so ausgelegt sein, dass in einem Datensatz die Daten einer Output-Druckseite enthalten sind (Regel: ein Datensatz = eine Druckseite). Datenbanken als Eingangsdaten können sehr nützlich sein, wenn es erforderlich ist, z.B. Listen oder Labels zu drucken.

Über ein API kann auch definiert werden, dass mehrere Eingabeseiten zu einer Ausgabeseite oder mehrere Ausgabeseiten aus einer Eingabeseite bzw. Datensatz generiert werden sollen.

FAQ’s zum Thema “OUTPUT”

Welche Ausgabeformate werden von MM-print/400 unterstützt?

MM-print/400 unterstützt folgende vier Ausgabeformate bereits im Transformations-Kernel:

    AFPDS – Advanced Function Printing Data Stream
    PCL – Print Control Language
    PDF – Portable Document Format
    TIF – Tagged Image File Format

Die Ausgabeformate werden in den Ausgabeeigenschaften festgelegt. Innerhalb einer Design Definition können bis zu neun Ausgabeziele definiert werden. Dabei sind beliebige Kombinationen der vier unterstützten Ausgabeformate AFPDS, PCL, PDF und TIF möglich.Mit optionalen Zusatzprodukten und Partnerprodukten können die Ausgabemöglichkeiten um z.B. PCX, JPG, HTML, RTF und ähnlichen Formaten erweitert werden.

Wie sieht das Druckbild in den vier verschiedenen Ausgabeformaten aus?

Das Layout aller Dokumente sieht in allen Ausgabeformaten exakt gleich aus. Das bedeutet, dass sämtliche Datenfelder, Zeichensätze, Overlays, Pagesegmente und Schriftarten usw. überall gleich ausgegeben werden und an der identischen Position liegen.

Dies ist besonders hervorzuheben, denn der Designer braucht zum Zeitpunkt der Designerstellung sowie bei der Änderung des Layouts nicht auf bestimmte Ausgabegeräte oder Druckertypen oder Dateiformate und technologische Besonderheiten Rücksicht zu nehmen. Dies erleichtert die Designerstellung und beschleunigt die Abläufe bei der Erstellung.

Was sind die Index-Datenbanken?

Die in MM-print/400 integrierte native Indexfunktion generiert Datenbanksätze,  die ein oder mehrere vom Designer definierte Indexfelder für jede Seite des Dokuments enthalten. Zusätzlich enthält die generierte Datenbank Informationen über das Dokument, das Mapping und die Transformation. Die Index-Funktion ist unabhängig von der Datenquelle verfügbar. Die gespeicherten Informationen können für die Anbindung von Archiv-, Mail- oder Faxlösungen benutzt werden.

Beispiel: eine Rechnung die gleichzeitig gedruckt und parallel dazu in eine Archivschnittstelle überstellt wird. Diese Abläufe sind in höchstem Maße stabil und performant ausgelegt und ermöglichen auf die einfachste Weise die Realisierung eines geschlossenen Geschäftsprozesses.

Drei Datenbankdateien werden von MM-print/400 gefüllt:

    MMPIDXVAL – Inhalte der Index-Felder
    MMPIDXDOC – Verzeichnis der Dokumente
    MMPIDXALL – Logische Datei über Index-Felder und Dokumente

Was ist eine AFPDS-Spooldatei?

“AFPDS” steht für Advanced Function Presentation Data Stream. Dieser von IBM plattformübergreifend definierte Standard ermöglicht das Design von Dokumenten sowie den zugehörigen Objekten auf Seitenebene. Enthalten sind auch die Definition und die Ausgabe von Schriften, Grafiken und elektronischen Formularen.

Eine AFPDS-Spooldatei, die von MM-print/400 ausgegeben wurde, entspricht ganz dieser IBM AFP Architektur. MM-print/400 arbeitet daher sehr performant und stabil und erzeugt native OS/400 Objekte.

Was kann man mit einer AFPDS Spooldatei anfangen?

Spooldateien des Typs AFPDS können dann:

    Ausdruck auf einem IPDS Laserdrucker (AFP-Modus *YES)
    Verwendung als Eingangsdaten für eine Archiv-Lösung
    Verwendung als Eingangsdaten für eine Fax-Lösung
    Anzeige mittels der IBM AFP Workbench (Bestandteil von Client Access/400 bzw. iSeries Access Navigator)
    Versand an ein Remotesystem, S/390, RS/6000 oder eine andere iSeries (Über Remote-Printing). Dort ist das Ausdrucken ohne Anpassungen möglich.
    Übergabe an Produkten von Drittherstellern um z.B. eine Umwandlung nach PDF und Weiterverarbeitung zu ermöglichen

Wenn eine AFPDS Spooldatei zu einem anderen System übertragen wird und dort ausgegeben oder weiterverarbeitet werden soll, sind dazu natürlich auch die verwendeten Ressourcen wie Overlays und Pagesegmente sowie Schriften zu übertragen bzw. auf dem Zielsystem abzulegen.

Was ist eine PCL Spooldatei?

Eine PCL Spooldatei wird von MM-print/400 entsprechend der Print Control Language (PCL) des Druckerherstellers Hewlett Packard formatiert. Um ein identisches Layout aller Ausgaben auch verschiedener Gerätehersteller sicherzustellen wird in einer PCL Spooldatei auch immer der bzw. die verwendeten Zeichensätze und Codepages mit übertragen. Das Druckbild eines PCL Druckers ist daher bei MM-print/400 nicht vom Druckbild eines IPDS Druckers zu unterscheiden.

Warum kann man unter verschiedenen PCL-Formaten auswählen?

PCL ist kein genormter sondern ein „de facto“-Standard und hat sich bei vielen Herstellern als Emulation etabliert. Dabei implementieren verschiedene Hersteller ihre eigenen Parameter, wie z.B. in der Ansteuerung von Papierschächten. Um daraus zu resultierende Anpassungen von Mappings zu vermeiden kann MM-print/400 PCL-Ausgaben variabel für gängige Laserdrucker generieren:

    Standard (generisch)
    IBM
    HP
    Lexmark

Optional können für spezielle Anforderungen auch alternative Ansteuerungen definiert werden. Auch wurden schon Projekte mit Ausgabe von individuellen Prescribe-Codes durchgeführt (Kyocera).

Was ist eine PDF-Datei?

“PDF” steht für “Portable Document Format”. Dieser “de-facto” Standard wurde von der Firma Adobe definiert. PDF-Dateien sind auf den unterschiedlichsten Plattformen wieder reproduzierbar und können angezeigt, gedruckt und archiviert werden. Diese Dokumente sind daher universell einsetzbar und haben sich daher auch als Standard durchgesetzt.

Mit einer als PDF formatierten Datei ist folgendes möglich:

    Ansicht mit einem Adobe Acrobat Reader (kostenlose Software unter www.adobe.de)
    Ausdruck über den Acrobat Reader auf verschiedensten Druckern und Plattormen interaktiv unter Windows
    Versand als Anhang einer Email (option in MM-print/400 zum SMTP-Konformen Versand von Emails)
    Archivierung (MM-print/400 unterstützt den Standard PDF/A)

Die PDF Engine innerhalb MM-print/400 ist nativ programmiert und daher auch an spezielle Gegebenheiten auf Kundenseite anpassbar. Beispielsweise wurden bereits Ausgaben von Indexfeldern für die Übergabe von Daten innerhalb eines PDF-Kommentars realisiert.

Kann man eine Volltextsuche in den von MM-print/400 generierten PDF-Dokumenten ausführen?

Benutzt man die Indexfunktion von MM-print/400, so werden diese Indexfelder als unsichtbarer Text im PDF Dokument mit abgespeichert. Nach diesen Inhalten kann gesucht werden.

Was ist eine „TIF“-Datei?

Eine TIF-Datei (“Tagged Interchange File Format”) ist im Sinne von MM-print/400 eine komprimierte Bild-Datei im Schwarz-Weiß Format (CCITT G4, 1 Bit per Pixel).

MM-print/400 TIF-Dateien werden im Integrierten File System (IFS) von IBM i gespeichert. Über API Schnittstellen von MM-print/400 ist auch eine Integration und Übertragung der Dateien auf Windows- oder Unix bzw. Linux-Server möglich. Ein direktes Ablegen im /QNTC Dateisystem ist ebenfalls möglich.

Was kann man mit einer TIF-Datei anfangen?

Mit einer TIF-Datei kann man:

    Anschauen und Bearbeiten mit einem Bildverarbeitungsprogramm
    Ausdruck auf einem am PC verfügbaren Drucker
    Versand als Anhang einer Email
    Archivierung
    Weiterverarbeitung zu anderen Formaten

"mmp400" hat verschiedenste Projekte realisiert, um Grafikdateien weiter zu verarbeiten. U.a. wurde eine Schnittstelle zur Übergabe der TIF-Dateien an einen Fax-Server realisiert. Auch Transformationen in PCX- oder JPG-Formate wurden realisiert - nativ auf IBM i.

Was ist mit Archiv-Lösungen?

MM-print/400 erzeugt Ausgaben in vier verschiedenen Formaten (AFPDS, PCL, PDF und TIF) und gleichzeitig dazugehörige Indexinformationen. So liefert MM-print/400 alle erforderlichen Formate und Informationen, die ein Archivsystem benötigt.

Gängige und auf dem Markt übliche Archivsysteme wurden bereits angebunden. Jeweils war der Aufwand sehr gering und die Amortisation daher gut. Die genannten Funktionen sind alle im Standardumfang, also im Kernel, von MM-print/400 bereits enthalten.

Üblicherweise wird in einem Archiv-Projekt mit dem lokalen Dienstleister vor Ort das bestehende Archivsystem angebunden. Neue Systeme oder Schnittstellen sind also überflüssig.

Was ist mit Email-Lösungen?

MM-print/400 erzeugt Ausgaben im PDF-Format und gleichzeitig dazugehörige Indexinformationen.

Mit dem optional von "mmp400.com" erhältlichen Email-Modul sind diese Dateien samt zugehörigem Bodytext als reguläre SMTP Mail versendbar. Die Informationen wie Email-Adressen oder Bodytext werden wahlweise dynamisch aus der Spooldatei oder/und Datenbanken des ERP-Systems gewonnen.

Diese Funktionalität erweitert den Funktionsumfang bestehender ERP-Systeme, so dass z.B. Angebote oder Auftragsbestätigungen völlig automatisch ohne Benutzereingriff an den Kunden oder Lieferant übermittelt werden können.

Auch unterstützt die Schnittstelle die fortgeschrittene Signatur oder die qualifizierte digitale Signatur (auch Massensignatur möglich). Dies ist für den automatisierten Rechnungsversand eine einfache, schnelle und effiziente Möglichkeit der Datenübermittlung.

Existiert eine FAX-Schnittstelle?

Die zusätzlich zu MM-print/400 verfügbare FAX-Schnittstelle ist eine besondere Form der Email-Schnittstelle. Diese ermöglicht die volle Integration von FAX-Servern, die im Netzwerk verfügbar sind.

Die Schnittstelle dockt an den MM-print/400 API’s an und ist in ihrer Anwendung - ähnlich einem Email-Versand - transparent.

Die Fax-Schnittstellen werden nativ auf dem IBM i System durchgeführt und sind daher günstig, stabil und wartungsfrei.